Echo 2015-04 - page 8

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Hermeskeil.
Wenn Geschäftsführer Ste-
fan Eiden aufzählt, wann die Marien-
haus Service GmbH in den letzten Mo-
naten die Unterhaltsreinigung inwelcher
Einrichtung übernommen hat – in den
Senioreneinrichtungen in Bad Breisig,
Morbach und Kaisersesch noch 2014, in
den Altenheimen in Hermeskeil und
Hoppstädten-Weiersbach, im Bildungs-
zentrum Eifel-Mosel in Wittlich sowie
den Krankenhäusern in Neunkirchen,
Hermeskeil und Neustadt an der Wein-
straße im ersten Halbjahr diesen Jahres
– dann kann man nur anerkennend sa-
gen: Die haben sich eine Menge vorge-
nommen. Haben sich dafür aber auch
(alles alleine stemmen zu wollen, wäre
viel zu aufwendig, wie Eiden gerne ein-
räumt) mit der gepe Gebäudedienste Pe-
terhoff GmbH einen Partner an die Seite
geholt, der bundesweit agiert, in der Re-
gion verankert, vor allem aber auch tra-
ditionell im Gesundheitswesen tätig ist.
Eigene Service-GmbHs zu gründen und
bestimmte Patienten- und Bewohner-
ferne Dienstleistungen dorthin auszula-
gern, um auf diesem Wege Kosten zu
senken, das war bis vor wenigen Jahren
in Waldbreitbach eher ein Tabuthema.
Ein Umdenken setzte im Zuge der Neu-
strukturierung des Unternehmens 2012
ein. Damals wurde entschieden, die Ein-
richtungen sollten sich auf ihre Kern-
kompetenzen – also Medizin und Pflege
und Betreuung – konzentrieren. Die so
genannten Sekundärprozesse (vom Bau-
management über die EDV bis zur Spei-
sen- und Wäscheversorgung) dagegen
sollten in der Marienhaus Dienstleistun-
gen GmbH beziehungsweise der Mari-
enhaus Service GmbH zusammenge-
fasst und das gebündelte Know-how
den Einrichtungen zentral angeboten
werden. – Diese neue Arbeitsteilung ist
mittlerweile weitgehend umgesetzt.
Die Service GmbH – gemeinsame Ge-
schäftsführer sind Stefan Eiden und
Bernhard Inden – ist keine Neugrün-
dung. Die Mayener Franziskanerinnen,
die ihre Einrichtungen 2012 in die Mari-
enhaus Stiftung einbrachten, hatten
bereits eine entsprechende GmbH, die
für ihre Häuser die Unterhaltsreinigung,
die Speisenversorgung, die Hausmeis-
terdienste und partiell auch die Wä-
scheversorgung übernahm. Aus der
wurde die Marienhaus Service GmbH
mit heute immerhin 430 Mitarbeiterin-
nen und Mitarbeitern. Und sie über-
nimmt sukzessive jetzt die Unterhalts-
reinigung in sämtlichen trägereigenen
Einrichtungen. Wobei das Thema Reini-
gung „absolute Priorität“ hat, wie Ste-
fan Eiden sagt. Bei der Speisenversor-
gung nämlich „befinden wir uns noch in
der Konzeptionsphase“, ergänzt er.
Mit dem zukünftigen Auftraggeber – in
einem Krankenhaus wie dem St. Josef-
Krankenhaus in Hermeskeil, in dem ich
mir Ende Juli einen Eindruck von der Ar-
beit der Service GmbH verschaffe, also
mit dem Direktorium, der Hygienefach-
kraft und der Objektleiterin – wird der
entsprechende Leistungskatalog abge-
stimmt. Das Raum-Buch-Leistungsver-
zeichnis beschreibt minutiös, „welche
Leistungen wann, wo und wie oft mit
welchen Mitteln erbracht werden müs-
sen“, erläutert Manfred Lindgens, Be-
triebsleiter bei Peterhoff. Sämtliche Räu-
me und Flächen werden also detailliert
zugeordnet und katalogisiert. Und auf
dieser Basis kann man dann ermitteln,
wie viele Stunden die Reinigung des Ob-
jektes in Anspruch nimmt, und entspre-
chend den Preis kalkulieren.
Natürlich lässt sich nicht alles im Vorfeld
exakt bemessen. „Ob Korrekturen not-
wendig sind, zeigt sich erst im Echtbe-
trieb“, sagt Stefan Eiden. Und die OP-Zwi-
schenreinigung wird grundsätzlich nach
Präsenzzeit berechnet. Da müssen die
Mitarbeiterinnen sehr flexibel sein. Auch
deshalb, weil es so etwas wie einen Be-
reitschaftsdienst nicht gibt. „Da müssen
Das A und O für den Erfolg ist
„das gute Zusammenspiel mit unseren Einrichtungen“
Die Marienhaus Service GmbH übernimmt sukzessive die
Unterhaltsreinigung in den trägereigenen Einrichtungen – ein Besuch
Objektleiterin Jutta Sirbu im Gespräch mit Geschäftsführer Stefan Eiden (links) und
Manfred Lindgens vom Kooperationspartner Peterhoff.
Die Unterhaltsreinigung St. Josef-Kranken-
haus nehmen seit Juni Mitarbeiterinnen der
Marienhaus Service GmbH vor.
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